Lukas

Lohmann

M.Sc. in E-Commerce


Wohnungssuche mittels Immo-Startups

März 28, 2015Lukas0 Comments

Abgesehen von den Immobilienportal-Platzhirschen Immonet, Immoscout24 und Immowelt gibt es noch weitere Anbieter am Markt, die unter die Kategorie „Immo-Startups“ fallen und sich die momentanen politisch-rechtlichen Entwicklungen zu Nutze machen.

Die Regelungen von den ich spreche, beziehen sich auf die Umsetzung zum Gesetzesentwurf zu Mietpreisbremse und Bestellerprinzip. Zukünftig zahlt derjenige den Makler, der ihn auch beauftragt hat (Bestellerprinzip). Eine generelle Abschaffung der Maklergebühren ist dagegen nicht geplant. Letztlich zahlt immer der Auftraggeber. Des Weiteren soll der unverhältnismäßigen Erhöhung von Mietpreisen bei Neuvermietungen ein Riegel vorgeschoben werden. Demnach darf die Miete bei Neuvermietung höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (Mietpreisbremse).

In die Lücke, die durch das Bestellerprinzip geschaffen wurde, drängen momentan einige Immo-Startups, die für euch eine interessante Alternative zu den zuvor aufgeführten Immo-Platzhirschen sein könnten.

Im Folgenden stelle ich euch drei ausgewählte Startups vor, die „keine Maklergebühren“ sowie „keine Massenbesichtigungen“ oder  auch eine „gemeinsame und vereinfachte Wohnungssuche“ anpreisen.

 

Faceyourbase: Matchingbörse für den Immobilienmarkt


 

 

 

 

 

 

 

Beschreibung: Das Münchener Startup Faceyourbase wirbt mit ausschließlich provisionsfreien Wohnungen auf ihrem Immobilienportal. Potentielle Mieter können sich mittels Facebook-Profil beim Vermieter präsentieren und für 99 Cent Fotos sowie persönliche Informationen hochladen. Vermieter wählen von einer Fotobewerberwand Mietinteressenten aus, die zur Wohnungsbesichtigung eingeladen werden. Neben dem USP der Fotobewerberwand garantiert Faceyourbase, dass nicht mehr als 10 Bewerber zur Wohnungsbesichtigung eingeladen werden, sodass Massenbesichtigungen umgangen werden.

Kosten Vermieter: Kostenlos

Kosten Mieter: Wie bereits beschrieben kann sich der Mieter für einen Aufpreis von 99 Cent mit einem Foto sowie weiteren Informationen (Gehalt, Haustiere etc.) beim Vermieter bewerben. Ein 10er-Pass kostet 8,99 Euro und eine 30-Tage Flat beläuft sich auch 19,90 Euro. Auf der Startseite wird allerdings von einer beispielhaften Preisannahme von 39,98 Euro für dein neues Zuhause gesprochen. Diese Preisannahme beinhaltet die 30-Tage Flat für 19,90 Euro sowie einen Matching-Fee und Anzeigenlöschungs-Fee. Dabei handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Aktion. Die Kosten für die Matching-Fee belaufen sich im Normalfall auf 9,99 Euro für eine Terminbestätigung und die Anzeigenlöschungs-Fee beträgt bei erfolgreicher Vermittlung 29 Euro. Nach Adam Riese summieren sich die Beträge (ohne Aktion) auf 58,89 Euro.


Wohnraumkarte: Wohnungssuche mittels spezieller Karte

Wohnraumkarte

 

 

 

 

 

 

Beschreibung: Das Passauer Startup Wohnraumkarte verfügt über eine spezielle Karte auf der WG-Zimmer, Wohnungen sowie Häuser mit unterschiedlichen Markern gekennzeichnet werden. Diese Karte ist der USP des Startups und differenziert sich von der klassischen Listenansicht großer Immobilienportale. Das Jungunternehmen kooperiert mit der Deutschen Annington Immobilien Gruppe, die über rund 210.000 eigene und für Dritte verwaltete Wohnungen in ganz Deutschland verfügt. Aufgrund des Bestellerprinzipes ist der Mietvertragsabschluss für die Immobiliensuchenden provisionsfrei.

Kosten: Kostenlos

 


Homewhere: Portalübergreifende Wohnungssuche im Team

Homewhere

 

 

 

 

Beschreibung: Homewhere strebt schlichtweg die Vereinfachung der Wohnungssuche an. Der Mietinteressent muss lediglich ein Profil mit seinen persönlichen Daten anlegen mittels dessen er sich auf Inserate unterschiedlicher Immobilienportale (Immonet, Immoscout24, Immowelt oder auch eBay Kleinanzeigen) gleichermaßen bewerben kann. Zudem besteht die Möglichkeit Freunde zur gemeinsamen Wohnungssuche einzuladen, die wiederum Angebote kommentieren und weitere Wohnungen vorschlagen können. Die Webseite von Homewhere befindet sich zur Zeit noch im Aufbau und sollte ich naher Zukunft vollständig betriebsbereit sein.

Kosten Vermieter: 99 Euro pro Monat

Kosten Mieter: Kostenlos

 

Fazit:

Insbesondere das Immobilien-Startup Wohnraumkarte wusste durch eine sehr gute Usability zu überzeugen und besitzt durch die Kooperation mit der Deutschen Annington Immobilien Gruppe ein starken Partner mit einer nicht zu vernachlässigenden Anzahl an Immobilien an seiner Seite. Der Hauptsitz der Deutschen Annington befindet sich in Düsseldorf, sodass eure Erfolgschancen durch eine Vielzahl an Wohnungen im Raum Düsseldorf besonders groß sind.