Lukas

Lohmann

M.Sc. in E-Commerce


Digitalisierung im Fußball – Social Media

On Dezember 22, 2016, by Lukas, 0 Comments

Social Media – Lohnt sich das?

In diesem Beitrag geht es um die Frage, ob eine professionelle Social Media Strategie einen finanziellen Mehrwert für Vereine im deutschen Lizenzfußball schaffen kann?

Zu Beginn dieses Beitrags möchte ich einige aktuelle Statistiken zum Thema Social Media anführen:

  • Die durchschnittliche Nutzungsdauer von sozialen Netzwerken in Deutschland im Jahr 2015 belief sich auf rund 1,1 Stunden pro Tag
  • Hinsichtlich der Reichweite nimmt Facebook mit einem Anteil von rund 38 Prozent eine dominierende Stellung innerhalb der deutschen Bevölkerung ein
  • Insgesamt verbringen Nutzer 30 Prozent ihrer Zeit im Internet mit sozialen Netzwerken

Diese hohe Interaktionsrate versuchen Vereine über diverse Social-Media-Kanäle für sich zu nutzen. Sie versorgen Fußballfans mit wechselnden Inhalten und lassen diese somit noch intensiver am Vereinsleben teilhaben. Auf diese Weise soll die Loyalität zum Verein erhöht werden, damit auch bei sportlichen Misserfolgen keine negative Beeinflussung der Merchandising- sowie Spielerträge zu verzeichnen ist. Darüber hinaus können Proficlubs nicht nur den Ausfall von Einnahmen durch ihren Social-Media-Auftritt kompensieren, sondern profitieren generell von jedem einzelnen digitalen Fan. Gemäß einer Studie der US-Marketing Agentur Syncapse kauften Facebook-Fans des Sportartikelanbieters Nike durchschnittlich Produkte im Wert von 205 US-Dollar. Demgegenüber kauften Nicht-Fans im selben Zeitraum Artikel im Wert von 83 US-Dollar. Folglich hat jeder Facebook-Fan für Nike einen Wert von 122 US-Dollar.

Dieser Ertrag lässt sich nicht unmittelbar auf die Vereine des deutschen Lizenzfußballs übertragen, dient aber dennoch als Indikator dafür, dass eine professionelle Social-Media-Strategie einen monetären Wert für die Proficlubs bietet.

Status Quo im Fußball

Quelle: Eigene Darstellung (Stand: 22.12.2016)

Mit der obigen Abbildung soll ein Überblick über die aktuellen Social-Media-Aktivitäten im Lizenzfußball gegeben werden. Die Übersicht beschränkt sich dabei bewusst auf die Vereine Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Bayern München, St. Pauli, FC Köln, Werder Bremen sowie Schalke 04. Diese Auswahl lässt sich mit dem Ranking der stärksten Vereinsmarken gemäß einer Studie der TU Braunschweig begründen. Zur Ermittlung des Vereinsmarkenrankings wurde sowohl die Bekanntheit der Vereinsmarke als auch die Stärke der positiven Assoziationen mit der Vereinsmarke berücksichtigt.

Bei der Selektion der sozialen Netzwerke wurden etablierte Vertreter wie Facebook, Instagram, YouTube und Twitter durch das inspirative Social Network Pinterest sowie das aktuell vor allem bei Jugendlichen sehr beliebte soziale Netzwerk Snapchat komplementiert. Der Anteil der Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren, die Snapchat nutzen, hat sich im Jahr 2016 mit rund 38 Prozent mehr als verdoppelt.

Während sämtliche ausgewählten Proficlubs auf Facebook, Instagram, YouTube und Twitter vertreten sind, ist kein Vertreter auf Pinterest aktiv. Auch die App Snapchat wird noch nicht von allen Vereinen genutzt. So konnte bei St. Pauli und Werder Bremen kein Account identifiziert werden. Borussia Dortmund stellt einen Sonderfall dar, da zwar kein offizieller Snapchat-Account vermarket wird, allerdings Videos auf Twitter gepostet werden, die mit den Filtern des sozialen Netzwerks bearbeitet wurden. Als erster der hier aufgeführten Vereine begann Borussia Mönchengladbach bereits im September 2014 Inhalte über Snapchat auszuspielen.

Social Media Performance im Fußball

Da die prinzipielle Nutzung der angeführten Social-Media-Netzwerke kein Indikator für den Erfolg auf diesen Kanälen ist, zeigt die nachfolgende Abbildung eine Gegenüberstellung der Umsätze in der Saison 2014/15 und der Anzahl der Social-Media-Fans.

Quelle: Eigene Darstellung (Stand: 22.12.2016)

Aus Komplexitätsgründen wurden ausschließlich die Facebook-, Instagram- und Twitter-Fans der zuvor genannten Vereine und dreier internationaler Vertreter kumuliert. Real Madrid als spanischer Fußballverein, Manchester United als englischer Verein und Juventus Turin als italienischer Proficlub sollen eine Beurteilung des Erfolgs im inländischen sowie europäischen Wettbewerbsumfeld gewährleisten. Die Auswahl der internationalen Vereine lässt sich mit ihrer Finanzkraft begründen. Alle Vertreter belegen in ihren jeweiligen Ländern den ersten Platz.

Bei der linearen Regression zeigte sich, dass die unabhängige Variable Umsatz gut geeignet ist, um die abhängige Variable Social-Media-Fans vorherzusagen. Das Bestimmtheitsmaß liegt bei ca. 0,7. Ein R² nahe 1 entspricht einer guten Anpassungsgüte. Damit kann vereinfacht gesagt werden, dass ein Verein mit einem hohen Umsatz auch mehr Social-Media-Fans vorweisen sollte als ein Verein mit einer geringeren Umsatzstärke.

Während sich ausschließlich Real Madrid und Manchester United mit ihren Messwerten von 577 bzw. 520 Millionen Euro sowie ca. 146 bzw. 90 Millionen Facebook-, Instagram- und Twitter-Fans oberhalb der Trendlinie befinden, ordnen sich mit St. Pauli, Werder Bremen, FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Borussia Dortmund sowie Bayern München sämtliche deutsche Vertreter unter der Regressionsgeraden ein.

Demnach lässt sich die Aussage treffen, dass diese Proficlubs gemessen am betrachteten Wettbewerbsumfeld eine zu geringe Anzahl an Social-Media-Fans vorweisen. Anhand der ausgewiesenen Umsatzzahlen müssten die Vereine über mehr digitale Fans verfügen. Dabei ist die Abweichung des tatsächlichen und vom Modell vorhergesagten Wert der Social-Media-Fans bei St. Pauli am geringsten. Somit erzielt der FC St. Pauli das beste Ergebnis unter den deutschen Vertretern.

So what?

Abschließend ist die Ausgangsfrage, ob eine professionelle Social Media Strategie einen monetären Wert für die Proficlubs bietet, zu bejahen. So schafft jeder digitale Fan einen finanziellen Mehrwert für die Vereine. Den Proficlubs sind personelle sowie finanzielle Investitionen in den Bereich Social Media zu empfehlen. Folglich ergab die lineare Regressionsanalyse, dass deutsche Vereine gemessen an ihrem Umsatz eine zu geringe Anzahl an Social-Media-Fans ausweisen. So könnten die neuen Social-Video-Rechte (Proficlubs erhalten ab der Saison 2017/18 die Möglichkeit, bis zu 90 Sekunden in den sozialen Netzwerken über ihre Spiele zu berichten) in Verbindung mit Augmented Reality zur Akquise weiterer Social-Media-Fans eingesetzt werden.

Auch andere Social Networks könnten den Vereinen zukünftig interessante Möglichkeiten bieten, um ihre Beziehung mit den Fans zu pflegen. Zusätzlich zu Pinterest wäre die App Talkshow zu nennen, die Gruppenchats öffentlich macht. Unterhaltungen können von Nutzern bzw. den Vereinen gestartet werden, bei denen sich andere Nutzer nach Belieben beteiligen und beispielsweise über aktuelle Transfer-Gerüchte diskutieren können.

 

Wohnungssuche mittels Immo-Startups

On März 28, 2015, by Lukas, 0 Comments

Abgesehen von den Immobilienportal-Platzhirschen Immonet, Immoscout24 und Immowelt gibt es noch weitere Anbieter am Markt, die unter die Kategorie „Immo-Startups“ fallen und sich die momentanen politisch-rechtlichen Entwicklungen zu Nutze machen.

Die Regelungen von den ich spreche, beziehen sich auf die Umsetzung zum Gesetzesentwurf zu Mietpreisbremse und Bestellerprinzip. Zukünftig zahlt derjenige den Makler, der ihn auch beauftragt hat (Bestellerprinzip). Eine generelle Abschaffung der Maklergebühren ist dagegen nicht geplant. Letztlich zahlt immer der Auftraggeber. Des Weiteren soll der unverhältnismäßigen Erhöhung von Mietpreisen bei Neuvermietungen ein Riegel vorgeschoben werden. Demnach darf die Miete bei Neuvermietung höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (Mietpreisbremse).

In die Lücke, die durch das Bestellerprinzip geschaffen wurde, drängen momentan einige Immo-Startups, die für euch eine interessante Alternative zu den zuvor aufgeführten Immo-Platzhirschen sein könnten.

Im Folgenden stelle ich euch drei ausgewählte Startups vor, die „keine Maklergebühren“ sowie „keine Massenbesichtigungen“ oder  auch eine „gemeinsame und vereinfachte Wohnungssuche“ anpreisen.

 

Faceyourbase: Matchingbörse für den Immobilienmarkt


 

 

 

 

 

 

 

Beschreibung: Das Münchener Startup Faceyourbase wirbt mit ausschließlich provisionsfreien Wohnungen auf ihrem Immobilienportal. Potentielle Mieter können sich mittels Facebook-Profil beim Vermieter präsentieren und für 99 Cent Fotos sowie persönliche Informationen hochladen. Vermieter wählen von einer Fotobewerberwand Mietinteressenten aus, die zur Wohnungsbesichtigung eingeladen werden. Neben dem USP der Fotobewerberwand garantiert Faceyourbase, dass nicht mehr als 10 Bewerber zur Wohnungsbesichtigung eingeladen werden, sodass Massenbesichtigungen umgangen werden.

Kosten Vermieter: Kostenlos

Kosten Mieter: Wie bereits beschrieben kann sich der Mieter für einen Aufpreis von 99 Cent mit einem Foto sowie weiteren Informationen (Gehalt, Haustiere etc.) beim Vermieter bewerben. Ein 10er-Pass kostet 8,99 Euro und eine 30-Tage Flat beläuft sich auch 19,90 Euro. Auf der Startseite wird allerdings von einer beispielhaften Preisannahme von 39,98 Euro für dein neues Zuhause gesprochen. Diese Preisannahme beinhaltet die 30-Tage Flat für 19,90 Euro sowie einen Matching-Fee und Anzeigenlöschungs-Fee. Dabei handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Aktion. Die Kosten für die Matching-Fee belaufen sich im Normalfall auf 9,99 Euro für eine Terminbestätigung und die Anzeigenlöschungs-Fee beträgt bei erfolgreicher Vermittlung 29 Euro. Nach Adam Riese summieren sich die Beträge (ohne Aktion) auf 58,89 Euro.


Wohnraumkarte: Wohnungssuche mittels spezieller Karte

Wohnraumkarte

 

 

 

 

 

 

Beschreibung: Das Passauer Startup Wohnraumkarte verfügt über eine spezielle Karte auf der WG-Zimmer, Wohnungen sowie Häuser mit unterschiedlichen Markern gekennzeichnet werden. Diese Karte ist der USP des Startups und differenziert sich von der klassischen Listenansicht großer Immobilienportale. Das Jungunternehmen kooperiert mit der Deutschen Annington Immobilien Gruppe, die über rund 210.000 eigene und für Dritte verwaltete Wohnungen in ganz Deutschland verfügt. Aufgrund des Bestellerprinzipes ist der Mietvertragsabschluss für die Immobiliensuchenden provisionsfrei.

Kosten: Kostenlos

 


Homewhere: Portalübergreifende Wohnungssuche im Team

Homewhere

 

 

 

 

Beschreibung: Homewhere strebt schlichtweg die Vereinfachung der Wohnungssuche an. Der Mietinteressent muss lediglich ein Profil mit seinen persönlichen Daten anlegen mittels dessen er sich auf Inserate unterschiedlicher Immobilienportale (Immonet, Immoscout24, Immowelt oder auch eBay Kleinanzeigen) gleichermaßen bewerben kann. Zudem besteht die Möglichkeit Freunde zur gemeinsamen Wohnungssuche einzuladen, die wiederum Angebote kommentieren und weitere Wohnungen vorschlagen können. Die Webseite von Homewhere befindet sich zur Zeit noch im Aufbau und sollte ich naher Zukunft vollständig betriebsbereit sein.

Kosten Vermieter: 99 Euro pro Monat

Kosten Mieter: Kostenlos

 

Fazit:

Insbesondere das Immobilien-Startup Wohnraumkarte wusste durch eine sehr gute Usability zu überzeugen und besitzt durch die Kooperation mit der Deutschen Annington Immobilien Gruppe ein starken Partner mit einer nicht zu vernachlässigenden Anzahl an Immobilien an seiner Seite. Der Hauptsitz der Deutschen Annington befindet sich in Düsseldorf, sodass eure Erfolgschancen durch eine Vielzahl an Wohnungen im Raum Düsseldorf besonders groß sind.

 

Einrichtung-Apps im Test

On März 12, 2015, by Lukas, 0 Comments

Angesichts eines SEO-Projektes in der Vorlesung Online-Marketing habe ich den Blog Immomaniac gelauncht, den es nach SEO-Gesichtspunkten zu optimieren galt.

Einer meiner Blog-Beiträge befasste sich mit dem Test von Einrichtung-Apps.

Wer seine Wohnung bzw. WG neu einrichten oder renovieren möchte, kann sich durch Apps für Smartphone & Tablet informieren und inspirieren lassen. Einrichtung-, Raumplaner- oder auch Umzugs-Apps können euch mittels Digitalisierung zu einer erheblichen Zeitersparnis verhelfen und lassen euch Dinge ausprobieren, die ihr ohne eine derartige Unterstützung niemals gewagt hättet.  Es gibt eine Vielzahl von Apps rund um die Thematik Umzug, Einrichtung, Wohntrends, Raumabmessung und vieles mehr.

Folgende Apps habe ich mir genauer angeschaut:

 

Wall Painter Lite: App für die passende Wandfarbe

 

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Beschreibung: Die richtige Wandfarbe für die eigenen 4 Wände zu finden, ist erfahrungsgemäß nicht die einfachste Angelegenheit. Passt die potentielle Wandfarbe überhaupt zu meiner neuen, beigen Couch? Möchtet ihr eventuell etwas gewagteres probieren? Wie wäre es mit einer pinken Wandfarbe? Mittels der kostenlosen Wall Painter Lite App werden euch keinerlei Grenzen gesetzt und ihr könnt euch schlichtweg ausprobieren. In vergangenen Tagen hat man sich noch mehrere Farben zur Probe aus dem Baumarkt geholt und einen schmalen Pinselstrich an die Wand gemalt, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Die Digitalisierung hat in diesem Fall Abhilfe geschaffen. Ihr müsst lediglich ein Foto von der betreffenden Wand machen, Farbe wählen und imaginär anstreichen. Fertig!

Kosten: Gratis

 


Umzug: Immobilien Scout24: Umzug-App

 

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Beschreibung: Die kostenlose Umzugs-App vom Immobilienportal-Primus Immoscout24 wirkt auf den ersten Blick nicht sonderlich spannend, wobei der App damit unrecht widerfährt. Die App verfügt über mehr als nur eine Umzugs-Checkliste, einen Kartonrechner zur Bestimmung der benötigten Umzugskartons sowie einer Auflistung von Transporter-Unternehmen in der Nähe. Die App verfügt zusätzlich über die Funktion Halteverbotszonen zu bestellen und die Kosten hierfür zu kalkulieren. Ihr fragt euch nun vielleicht wofür ihr Halteverbotszonen für euren Umzug benötigt? Mittels einer Halteverbotszone werden Parkplätze vor eurer Wohnung geblockt, sodass ihr mit eurem Transporter problemlos einen Parkplatz findet. Zudem könnt ihr euch mit der App per Nachsendeauftrag eure Post über 12 Monate an die gewünschte Adresse weiterleiten lassen.

Kosten: Gratis

 


Pinterest: Inspiration-App für Wohnfreaks

 

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Beschreibung: Ihr habt sicherlich recht, wenn ihr sagt, dass das soziale Netzwerk Pinterest nicht ausschließlich für Wohnfreaks, Innenarchitekten oder einfach designinteressierte Menschen konzipiert wurde, allerdings kommen alle bei Pinterest auf ihre Kosten. Nutzer können Bilder an virtuelle Pinnwände heften, andere Nutzer können diese Bilder ebenfalls teilen (bei Pinterest heißt es „repinnen“), um ihr Gefallen auszudrücken. Auf dem sozialen Netzwerk könnt ihr wirklich einige interessante Einrichtungsideen finden. Wir sind beispielsweise auf eine selbst gemachte Garderobe aus Kleiderbügeln gestoßen aber sehr selbst.

Kosten: Gratis


 

Fazit

Wenn es irgendwie geht, dann lasst die Finger von Apps zur Raumausmessung! Ich habe einige Apps ausprobiert, wobei ich stets enttäuscht wurde. Entweder musste ich die Maße händisch eintragen oder die Fotos ergaben schlussendlich ein kurioses Kunstwerk, allerdings keinen maßstabsgetreuen Grundriss.